Literatur

Literaturlexika, die Licht ins Ungewisse der Vielfalt bringen - renommierte Standardwerke der Literatur!

Der KINDLER! Inzahlungnahme bei Neukauf

KINDLER Fragen an den Hrsg. Heinz Ludwig Arnold:

Können Sie uns zunächst in die Geschichte dieses Klassikers einführen?

Der erste Band des Kindler erschien nach zehnjähriger Vorarbeit ab 1965 auf der Grundlage des italienischen Dizionario Letterario Bompiani. Für diese siebenbändige, 1972 beendete Ausgabe erarbeiteten etwa 30 Redakteure und Hunderte Mitarbeiter Beschreibungen und Interpretationen von etwa 1.800 Werken. Von 1988 bis 1992 kam eine erweiterte zweite, nun 20-bändige Auflage heraus, die 1998 um zwei Supplementbände ergänzt wurde.

Warum ist aus Ihrer Sicht ein neuer Kindler nötig geworden?

Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich die Welt grundlegend verändert – und damit auch der Blick auf die literarische und kulturelle Tradition. Dieser Blick ist freier geworden, weniger ideologisch gerichtet. Durch das Vergehen der sozialistischen Welt verschwanden ganze Bibliotheken, und unterdrückte Literaturen wurden präsent. Und durch die Globalisierung sind andere, neue, bis dahin eher als randständig wahrgenommene Literaturen – etwa die Afrikas, Süd- und Ostasiens – ins allgemeine Blickfeld geraten. Diese Entwicklung konnte die zweite Auflage des Kindler noch nicht abbilden. Ihr wird der neue Kindler nun gerecht: durch Entideologisierung der Darstellungen, durch eine Weiterung des literarischen Horizonts, durch eine konsequente Neuordnung entsprechend einer von den Fachberatern für ihre Literaturen vorgenommenen Kanonisierung.

Was haben Sie – neben dem Inhaltlichen – anders gemacht?

Ganz neu sind etwa 8.000 Biogramme mit biografischen Informationen zu jedem Autor, ein paar Zeilen bei den bekannten, aber oft auch mehr zu wichtigen unbekannten Autoren aus „exotischen“ und alten Literaturen. Dann haben wir die im zweiten Kindler entwickelte Form des Werkgruppenartikels ausgiebiger genutzt. In einem Werkgruppenartikel werden nun auch Gesamtwerke vorgestellt: Nach einer Einführung zum Gemeinsamen eines solchen Werks werden die wichtigsten Einzelwerke ausführlich besprochen. Oder das Beispiel Brecht: In dem Artikel Brecht: Das dramatische Werk wird das Grundsätzliche zu Brechts Dramen erörtert, und es werden die kleineren dramatischen Werke behandelt. Die großen Stücke – Leben des Galilei oder Mutter Courage und ihre Kinder – werden ausführlich als Einzelwerke besprochen. So wird der Nutzer auch über die kleineren Werke informiert, die früher nicht im Kindler standen. Schließlich haben wir die verschiedenen Werkartikel zu einem Autor nicht alphabetisch, sondern chronologisch nach der Entstehung dieser Werke angeordnet – so bekommt der Nutzer einen Eindruck von der genealogischen Entwicklung des jeweiligen Gesamtwerks.

Der KILLY, das unverzichtbare Standardwerk zur deutschen Literatur.  

KILLY Rezensionen

"Das Unternehmen ist qualitativ konkurrenzlos und es dient der geistigen Bereicherung aller an der deutschen Literatur Interessierten."
Horst Brunner in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 1/2009

"Schon die ersten drei Bände, die bis zum Eintrag von Gustav Freitag reichen, setzen neue Maßstäbe."
Alexander Košenina in: Zeitschrift für Germansitik 2/2009

"Für Bibliotheken nach wie vor ein unersetzbares Nachschlagewerk."
ekz-Informationsdienst, Oktober 2008

"Zwei Jahrzehnte nach dem ersten Erscheinen startet dieses große Projekt nun in eine zweite, grundlegend erneuerte Runde."
Alexander Košenina in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 6. September 2008

"Für die Literaturwissenschaft wie für Studenten sind solche Lexika mit fachlich kompetentem Wissen und aktualisierten Überblicksdarstellungen schon wegen der zunehmenden Spezialisierung in der Forschung unverzichtbar geworden."
Volkhard Bode in: Börsenblatt 40/2008

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